„Was kannst du gut?“
Diese Frage klingt einfach – ist es aber oft nicht.
Ich arbeite seit vielen Jahren mit Stärken, Talenten und persönlicher Entwicklung. Und trotzdem habe ich immer wieder erlebt:
Gerade Jugendliche tun sich schwer, ihre eigenen Fähigkeiten in Worte zu fassen. Nicht, weil sie keine Talente haben – sondern weil ihnen der Raum fehlt, sie ohne Bewertung zu entdecken.
Genau daraus ist PowerUp entstanden.
Warum ich bewusst keinen Test wollte
Es gibt viele gute Tests. Wirklich.
Aber für Jugendliche fühlt sich ein Test oft an wie:
- richtig oder falsch
- bestanden oder nicht
- Vergleich mit anderen
Ich wollte etwas anderes.
PowerUp sollte kein Urteil fällen, sondern eine Einladung sein:
Schau hin. Spür rein. Erkenne dich selbst.
Mit Karten gelingt das überraschend gut.
Man hält etwas in der Hand, liest, denkt nach, legt zur Seite, nimmt wieder auf. Der Prozess ist langsam genug, um ehrlich zu sein – und leicht genug, um nicht zu überfordern.
Was ich mit dem PowerUp Kartenset erreichen möchte
Mein Ziel war nie, Jugendlichen zu sagen, wer sie sind.
Sondern ihnen zu helfen zu erkennen,
- was ihnen Energie gibt
- was sich natürlich anfühlt
- wo sie vielleicht anders ticken als andere – und warum das okay ist
Wenn Jugendliche ihre Top-Talente entdecken, passiert oft etwas ganz Stillles:
Sie richten sich innerlich ein bisschen auf.
Nicht laut. Nicht spektakulär.
Aber nachhaltig.
Übungen, die sich bewährt haben
Eine meiner liebsten Übungen ist gleichzeitig die einfachste:
Die Top-5-Auswahl
Alle Karten anschauen.
Zwei Stapel bilden:
- „Könnte zu mir passen“
- „Passt eher nicht“
Dann nochmal sortieren, lesen, nachdenken.
Bis am Ende fünf Karten übrig bleiben.
Kein Zeitdruck. Kein Zwang.
Nur die ehrliche Frage: Fühlt sich das nach mir an?
Reflexion statt Etiketten
Zu jedem Talent gibt es Fragen, die nicht bewerten, sondern öffnen:
- Wann erlebe ich mich so?
- In welchen Situationen hilft mir dieses Talent?
- Wann wird es vielleicht zu viel?
So entsteht ein realistisches Bild – mit Licht und Schatten.
Und genau das macht Talente im Alltag nutzbar.
Warum es den PowerUp Club gibt
Ich habe schnell gemerkt:
Die Karten sind der Anfang – aber nicht das Ende.
Viele Jugendliche wollen nach der Auswahl ihrer Top 5 weiterdenken:
- Was bedeutet das für meinen Alltag?
- Für Schule, Freundschaften, Entscheidungen?
- Für Stress, Druck oder Unsicherheit?
Der PowerUp Club ist dafür da.
Er bietet:
- vertiefende Reflexionsfragen
- kleine, alltagstaugliche Übungen
- Levels, die zur Selbstreflexion motivieren
- Impulse zu Fokus, Selbstregulation und Entscheidungen
Alles freiwillig. Alles ohne Leistungslogik.
Man kann reinschnuppern – oder tiefer einsteigen.
Für wen ich PowerUp gemacht habe
PowerUp ist für Jugendliche,
die sich selbst besser verstehen wollen.
Für Eltern und Pädagog:innen,
die stärkenorientiert begleiten möchten, ohne zu diagnostizieren.
Und für alle, die glauben:
Entwicklung beginnt nicht mit einem Ergebnis –
sondern mit einer ehrlichen Begegnung mit sich selbst.
Mein Fazit
Ich habe PowerUp entwickelt,
weil ich überzeugt bin:
Stärkenarbeit darf leicht sein.
Sie darf neugierig machen.
Und sie darf Mut machen, den eigenen Weg zu gehen.
Wenn PowerUp dazu beiträgt,
dass ein junger Mensch ein bisschen mehr Vertrauen in sich selbst entwickelt,
hat es genau das erreicht, was ich mir gewünscht habe.
